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Ausflugtipp Blokhus – Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr

Rudbjerg Knude FyrcVisitDenmarkLeuchtturm Rubjerg Knude Fyr in der Zeit vor der Renovierung (Foto: VisitDenmark)Dänemarks Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr liegt inmitten der Dünen nördlich von Løkken an der Nordseeküste Jütlands. Der Leuchtturm und die ihn umgebende Natur ist eine der größten Touristenattraktionen Nordjütlands. Von Blokhus aus ist er rund 30 Kilometer entfernt. Bei gutem Wetter lohnt sich eine Radtour auf der North-Sea-Cycle-Route (Nordseeküstenradweg), die ab Blokhus zunächst 15 Kilometer auf dem festgefahrenen Sand des Strandes verläuft, bevor es ins Landesinnere geht. Vor Lønstrup führt der Fyrvejen zum Leuchtturm mit seiner spektakulären Lage.

Der Leuchtturm von Rubjerg Knude wurde einst auf dem höchsten Punkt der jütländischen Steilküste rund 60 Meter über dem Meeresspiegel errichtet und im Jahr 1900 in Betrieb genommen. Schon bald war der 23 Meter hohe Leuchtturm allerdings durch eine Wanderdüne bedroht und zeitweise sogar fast gänzlich von Sand bedeckt. 1968 musste der Betrieb des Leuchtturms schließlich eingestellt werden. Lange Zeit war der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nach behutsamer Renovierung durch die dänische Stiftung Realdania und die staatliche Naturbehörde ist der Weg zur Leuchtturmspitze ab März 2016 wieder frei für Besucher. Im Zuge der abgeschlossenen Renovierung erhielt der Leuchtturm eine neue Treppe, eine Aussichtsplattform und ein Kaleidoskop im Turminneren.

Wie die dänische Tourismusorganisation VisitDenmark mitteilt, bleibt allerdings nicht viel Zeit, um die spektakuläre Aussicht von Rubjerg Knude Fyr zu genießen. Ursprünglich ist man davon ausgegangen, dass in 10 bis 15 Jahren der zur Hälfte von einer großen Wanderdüne bedeckte Leuchtturm durch die Erosion der Steilküste ins Meer zu stürzen droht. Das bekannte Wahrzeichen Nordjütlands könnte nun schneller verschwinden als gedacht. Schon im kommenden Jahr, spätestens aber 2019 könnte der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr geschlossen werden. Dies befürchten die Verantwortlichen der zuständigen Kommune Hjørring, denn die Herbststürme der letzten Wochen nagten deutlich am sensiblen Ufer. Nun müssen sich Dänemarkurlauber möglicherweise beeilen, um das beliebte Fotomotiv noch rechtzeitig im Bild verewigen zu können. Die dänische Naturbehörde Naturstyrelsen denkt als Eigentümer von Leuchtturm und Boden auch über einen Rückbau oder „Umzug“ des Baudenkmals nach. Allerdings sei bisher noch keine Untersuchung zu Zeitpunkt und aktuellem Grad einer möglichen Gefährdung vorgenommen worden. Wie es mit dem Leuchtturm weitergeht, ist daher vorerst offen. (Stand: November 2017)