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Wattwanderung - Wattführung: Durch das Watt zur Kormoran-Insel

Foehr2Heinz-Jürgen Fischer im Watt (Foto: www.nordseetourismus.de)Das nordfriesische Wattenmeer unterliegt einem ständigen Wechsel - Priele sind in permanenter Bewegung, Lage und Verläufe werden von Wind, Wellen und Wasser verschoben. Sandbänke oder Hochsände entstehen und können zu Inseln werden, oder sie verschwinden auch wieder im Laufe der Zeit. Und sie können wandern. Hochsände sind meistens aus Sandbänken entstanden und gehen bei normalem Hochwasser nicht mehr unter. Zu den Hochsänden gehören u.a. die Außensände Norderoogsand, Süderoogsand und Japsand. Zusammen schützen sie die dahinter liegenden nordfriesischen Halligen vor Hochwasser und Sturmfluten. Auf Norderoogsand haben sich zum Beispiel schon vier Meter hohe Dünen gebildet. Alle Hochsände in Nordfriesland sind Naturschutzgebiet und Heimat von Seehunden sowie Seevögeln und dürfen nicht betreten werden. Doch auf einer Wattwanderung unter fachkundiger Führung kommt man ganz dicht an sie ran.

Beliebte Ausflugstour im Sommer ist eine Wattwanderung zur Kormoran-Insel - einem Hochsand zwischen Föhr, Amrum und der Südspitze von Sylt. Angeboten werden Führungen von Amrum oder Föhr aus. Die Kormoran-Insel begann sich vor rund 50 Jahre zu formen, und ein Stück Neuland erhob sich aus den Fluten. In den Jahren 2016 und 2017 verlor der Hochsand rund die Hälfte seiner Fläche, und auch Form und Lage veränderten sich. Sie wandert mit den Wellen, und an ihrem westlichen Ende sieht sie deutlich angegriffen aus, denn hier ist sie der offenen See ausgeliefert. 

Vom Dunsumer Deich aus geht es zum Beispiel mit dem Veteran der Wattwanderungen, Heinz-Jürgen Fischer, zur Kormoran-Insel. Er führt seit mehr als fünfzig Jahren und hat die Veränderungen des Watts hautnah miterlebt. Fischer weiß noch, wie die Leute in den 1950er Jahren mit Pferd und Fuhrwerk zwischen Föhr und Amrum unterwegs waren. Das ist heute nicht mehr möglich, da ein großer Priel im Watt zwischen den beiden Inseln entstanden ist. Fischer weiß auch noch, dass zu der Zeit als sich die Kormoran-Insel zu entwickeln begann, andere Sandbänke sich vor der Küste Amrums verkleinerten. Er hat auch schon mal Feldsteine und Ziegel gefunden, die ähnlich einem Grundriss angelegt waren, denn hier gab es vor Jahrhunderten festes Land. Inzwischen ist der Fund schon wieder im Meer versunken bzw. von Sand begraben. 

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