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Ausflugtipp Halbinsel Eiderstedt: Die schönsten Picknickplätze an der Nordsee

498570 web R K B by Hans Peter Dehn pixelio.deWesterheversand vor spektakulärem Sonnenuntergang (Foto: Hans-Peter Dehn / pixelio.de)Die Halbinsel Eiderstedt ist Ausgangspunkt für vielseitige Ausflüge in die nordfriesische Landschaft. In der warmen Jahreszeit lässt sich die Tour in die Natur gut mit einem Picknick verbinden. Denn Sommerzeit ist Picknickzeit. Zu den schönsten Plätzen auf der Halbinsel Eiderstedt zählen u.a. der Leuchtturm Westerhever, der 12 Kilometer lange Strand von St. Peter-Ording oder die kleine Holländerstadt Friedrichstadt.

Zu den bekanntesten Leuchttürmen in Deutschland gehört der Leuchtturm Westerheversand. Vom Parkplatz am Informationszentrum Westerhever führt ein rund 2,5 Kilometer langer Fußweg zum Leuchtturm, wo für die Rast im Grünen die besten Plätze zur Verfügung stehen – zum Beispiel auf dem Deich mit Blick über die Salzwiesen auf das nordfriesische Wattenmeer oder auf den Strand von St. Peter-Ording mit den einzigartigen Pfahlbauten. Und bei ausreichender Fernsicht ist auch der Leuchtturm von Pellworm – rund vierzehn Kilometer entfernt – zu sehen.

Der Strand von St. Peter-Ording gehört mit 12 Kilometern Länge zu den größten Stränden Deutschlands. Hier findet jeder seinen Platz. Empfehlenswert ist ein abendliches Picknick, denn die Sonnenuntergänge an der nordfriesischen Küste sind spektakulär. Und wer möchte, kann auch in ein Restaurant der Pfahlbauten einkehren, wo so manche nordfriesische Spezialität auf der Speisekarte zu finden ist.

Weg von der Nordsee – aber nicht weg vom Wasser - geht es bei einem Ausflug nach Friedrichstadt. Die kleine Holländerstadt ist von Grachten durchzogen, die mit Tret- oder Elektrobooten befahren werden können. Aufpassen muss man nur auf die Grachtenschiffe, die immer Vorfahrt haben. Entweder wird der Proviant mitgebracht und während der Fahrt verzehrt, oder es wird Halt gemacht an einem der Cafés und Restaurants, die sich direkt an den Grachten befinden.

 

Kulinarischer Tipp: Was Sie unbedingt in Nordfriesland probieren sollten!

Zu den kulinarischen Klassikern gehören die Krabben aus der Nordsee. Sie können auf dem Fischbrötchen genossen werden oder als „Halligfrühstück", zu dem Schwarzbrot, Rührei und Krabben gehören. Echt nordfriesisch ist auch die „Porrenpann" (= Krabbenpfanne). Die Krabben werden in einer hellen Petersiliensauce zubereitet, dazu gibt es Kartoffeln und regionale Spezialitäten wie Kohl oder Scholle.

Direkt vor der Küste Sylts befindet sich Deutschlands einzige Austernzucht. Gut genährt vom Wattenmeer reifen hier die Sylter Royal-Austern heran. Sie werden pur mit einem Spritzer Zitrone, geräuchert, mit Käse überbacken, mit Speck gratiniert, in Pernodbutter oder als Austernspaghetti zubereitet.

Förtjen, Förtchen, Futjes, Futjen – das nordriesische Gebäck hat viele Namen. Ein Rührteig - meist mit Hefe - wird löffelweise in einer speziellen Pfanne mit kugelrunden Vertiefungen zu kleinen Bällchen in Fett ausgebraten. Manchmal werden sie auch mit Rosinen, Apfel- oder Pflaumenmus gefüllt.

Rode Grütt (= Rote Grütze) darf auch in Nordfriesland als Süßspeise nicht fehlen. Fruchtsaft oder auch ganze Früchte werden mit Zucker zum Kochen gebracht und angedickt. Nach dem Erkalten wird die Grütze Milch oder Sahne serviert.

Eine ganz besondere leckere Spezialität ist die Friesentorte. Sie ist an der Küste überall erhältlich. Traditionell wird der Tortenboden aus Blätterteig hergestellt, dieser wird mit Pflaumenmus und Sahne gefüllt.

Die Käsevielfalt kennt keine Grenzen. Hergestellt wird der Käse aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch. Und für jeden Geschmack ist etwas dabei - junge und alte, weiche und harte, saure, salzige, scharfe und süße, mit intensivem oder dezentem Geruch.