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Straubing - Infos, Adressen, Tipps und Aktuelles

Sie suchen nach Adressen und Tipps für Kulinarik, Shopping, Reiseliteratur, An- und Abreise, Kunsthandwerk sowie regionale Produkte oder Spezialitäten für Ihren Aufenthalt in Straubing? Sie finden Tipps, von denen wir meinen, dass sie empfehlenswert sind - ganz subjektiv und unvollständig. Es gibt redaktionelle Empfehlungen, aber auch Werbung ist in diesem Bereich veröffentlicht. Diese wird mit (+) gekennzeichnet.

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Goldschmiede Leser

Goldschmiede Leser Straubing - eine der ältesten Goldschmieden Deutschlands

Zentral am Theresienplatz 14 - in unmittelbarer Nähe zum Straubinger Wahrzeichen, dem mittelalterlichen Stadtturm - befindet sich eine der ältesten Goldschmieden Deutschlands. Die Goldschmiede Leser konnte 2018 ihr 250-jähriges Bestehen feiern und wird bereits in der achten Generation ununterbrochen von den Nachkommen des ersten bekannten Mitglieds der Familie geführt. Die hauseigene Meistergoldschmiede fertigt heute Unikate aus hochwertigen Materialien und ausgewählten Schmucksteinen. Jedes Schmuckstück ist ein kleines Kunstwerk für sich und wurde mit viel Liebe zum Handwerk geschaffen.

Zur Kollektion gehören u.a. verschiedene Stadtschmuckstücke mit bekannten Motiven der Stadt Straubing. So kreierte der heutige Geschäftsinhaber und Goldschmiedemeister Andreas Reißmüller anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Straubinger Gäubodenvolksfestes einen besonderen Anhänger, der den Stadtturm mit drehbarem Riesenrad abbildet und den es in verschiedenen Ausführungen gibt. Liebhaber von Schmuck-Unikaten finden aber auch handgefertigte Verlobungs- oder Trauringe, Schutzengel oder Design-Schmuck - um nur einiges zu nennen - im edlen Angebot der Goldschmiede Leser.

Mehr Informationen im Internet: www.j-leser.de

Straubing4Blick in die Werkstatt der Golschmiede Leser (Foto: obx-news / Goldschmiede Leser)

Aus der Historie des Traditionsbetriebes:

Die erste und älteste erhaltene bekannte Urkunde im Besitz der Familie ist die Kopie eines Taufscheins für Wenzel Matthias Letzr (= der damalige Name für Leser). Er wurde 1747 in Prag geboren und heiratete 1768 in Straubing. Vermutlich kam er nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges zur Arbeitssuche nach Niederbayern, wo er sich schließlich als Gürtler in Straubing niederließ. Gürtler waren Handwerker, die Kleiderschließen, Beschläge für Pferdegeschirre und für Wagen aus Messing, Eisen, Zinn und Neusilber (wie Silber aussehende Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink) herstellten. Edelmetalle durften nur zum Vergolden und Versilbern der Gegenstände verwendet werden.

Wenzel Lesers Sohn Franz Anton erlernte denselben Beruf wie sein Vater und arbeitete den Quellen nach als "Gürtler und Goldarbeiter". Aus dem Jahr 1823 ist noch eine Bestellung für eine Monstranz vom Stadtpfarrer in Straubing bei Franz Anton Leser erhalten. 

Der Sohn von Franz Anton Leser - Jacob - setzte die Tradition fort. Ihm wurde durch einen Magistratsbeschluss am 30. März 1882 das Bürgerrecht der Stadt Straubing verliehen. In seiner Werkstatt entstand eine große Menge an Kunstwerken, wie zum Beispiel ein neugotischer Kronleuchter mit drei Metern Durchmesser und eine neugotische Monstranz aus vergoldetem Silber. Diese Turmmonstranz ist mit dreiunddreißig Edelsteinen und kleinen detailreichen Silberfiguren verziert. 1893 stellte die Firma Jacob Leser auf der Weltausstellung in Chicago ihre Werke aus. Daraus resultierende Aufträge für Kirchen in Pittsburgh und Milwaukee, Albany und Cairo (Illinois) sind in der Unternehmenschronik verzeichnet. Auch das bayerische Königshaus und einzelne Mitglieder des Hauses Wittelsbach, die Häuser Sachsen-Coburg-Gotha und Sachsen-Altenburg und zahlreiche Adelsfamilien zählten zum Kundenkreis der Firma Leser. Am 31. Juli 1887 ernannte Prinzregent Luitpold Jacob Leser zum "Königlich Bayerischen Hofjuwelier", diesen Titel behielt er bis zum Ende der Monarchie 1918. Papst Leo XIII. zeichnete Jacob Leser mit dem goldenen Verdienstkreuz aus. Aber der Erfolg hatte auch seine negativen Seiten. So behaupteten Konkurrenten, dass Lesers Werke zu dünn vergoldet seien. Sie warfen ihm indirekt Fälschung und persönliche Bereicherung vor. Eine weitere Krise zeichnete sich während des Ersten Weltkrieges ab. Das Großkanzleramt des Königlich Bayerischen Militär-Verdienstordens hatte sich beschwert, dass die Gewichtseinhaltung bei den Orden nicht stimmte.

Nach dem Tod von Jacob Leser im Jahr 1927 übernahm sein Sohn Oscar den Betrieb. Er expandierte in die Landeshauptstadt München, um näher bei den Kunden zu sein. Doch die Wirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen traf auch den Familienbetrieb. Die Auftragslage war so schlecht, dass das Unternehmen nur noch einen Goldschmied beschäftigen konnte. Im Kriegsjahr 1944 wurde das Münchner Gebäude zerstört.

Oskar Lesers Sohn Rudolf starb 1945 an der Front. Berta Reißmüller (geb. Leser) übernahm das Geschäft in Straubing mit ihrem Ehemann Hermann. Nach der Währungsreform im Jahr 1948 kam der Handel in Deutschland allmählich wieder in Schwung, und auch die Goldschmiede florierte nach mehreren Jahren wieder.

Andreas Franz Reißmüller, der Enkel von Hermann Reißmüller und Berta Leser, ist der heutige Geschäftsinhaber. Sein Vater Hermann hatte ihn schon früh in die Kunsthandwerkerbahn gelenkt. 1993 machte Andreas Reißmüller seinen Meisterbrief in Regensburg als Jahrgangsbester. 2017 ergänzten Andreas Reißmüller und seine Frau Silke den Betrieb um eine weitere Werkstatt im zweiten Obergeschoss. Drei Auszubildende erlernen dort das Goldschmiedehandwerk zusammen mit einer Meisterin in Ruhe und abseits vom Ladengeschehen. Im Unternehmen sind heute insgesamt rund 20 MitarbeiterInnen beschäftigt.

(Quelle: obx-news vom 15. Januar 2019)

Agnes-Bernauer-Torte

Agnes-Bernauer-Torte – eine Kreation aus dem Café Krönner in Straubing

Zur Erinnerung an Agnes Bernauer wurde im Café Krönner eine besondere Torte kreiert. Die Agnes-Bernauer-Torte ist eine Schichttorte aus Mandel-Nuss-Baiser-Böden, die mit Mocca-Buttercreme gefüllt sind. Bis heute ist das Original-Rezept ein gut gehütetes Geheimnis des traditionsreichen Kaffee-Hauses.

Das Café Krönner liegt zentral am Stadtturm in Straubing und bietet im behaglichen Wiener-Kaffeehaus-Stil Kaffeespezialitäten, Kuchen und Torten aus eigener Konditorei sowie hausgemachte Pralinen oder Baumkuchen an. Und ganz nach Wiener Art gibt es zum Kaffee ein Glas frisches Wasser aus dem eigenen Brunnen.

Über Agnes Bernauer: Herzog Albrecht ehelichte die Baderstochter Agnes Bernauer. Herzog Ernst, Albrechts Vater, hielt die Verbindung jedoch für nicht standesgemäß und akzeptierte sie nicht. Seine Schwiegertochter wurde deshalb wegen Hexerei angeklagt und zum Tode verurteilt. Herzog Albrecht ließ Agnes Bernauer daraufhin im Jahr 1435 in der Donau nahe Straubing ertränken.

  • Ort: Café und Konditorei Krönner, Theresienplatz 1, 94315 Straubing
  • Zur Webseite: www.kroenner.de