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Der Abschlussdeich (Afsluitdijk) zwischen Den Oever und Zürich

IJsselmeer2Informationszentrum Aflsuitdijk Wadden Center auf dem Abschlussdeich (Foto: Wadden Center)Rund 1/4 der Niederlande liegen unter dem Meeresspiegel. Im Kampf gegen das Wasser haben die Niederländer in Jahrhunderten ein ausgeklügeltes Wassersystem aus Deichen, Poldern und Wehranlagen errichtet. Ein bedeutendes Wasserbauprojekt ist die Eindeichung der Zuidersee, einer ehemaligen Bucht der Nordsee. Die Orte an der Zuidersee wurden immer wieder von schweren Sturmfluten heimgesucht, so dass man mit dem Bau und der Fertigstellung des rund 30 Kilometer langen Abschlussdeiches (Afsluitdijk) zwischen Den Oever (Provinz Nordholland) und Zürich (Provinz Friesland) im Jahr 1932 die Küstenorte effektiver schützen konnte.

Für den Bau dieses weltweit einmaligen Bauwerks nach den Plänen des Ingenieurs und Ministers Cornelis Lely wurde 1918 ein radikales und umfassendes Gesetz verabschiedet, das Zuiderzee-Gesetz (Zuiderzeewet). Das Rahmengesetz zum Schutz vor Überschwemmungen und Fluten sah vor, dass die ehemalige Nordseebucht Zuiderzee auf Kosten des niederländischen Staates geschlossen werden sollte. Nach der Vollendung des Abschlussdeiches erfolgte außerdem die Einpolderung des Gewässers Wieringermeer, des Nordost-Polders sowie des östlichen und südlichen Flevopolders in der Mitte der Niederlande. Am Ende entstand hier die größte künstliche Insel der Welt - das am IJsselmeer gelegene Flevoland.

Beide Seiten des Abschlussdeiches sind mit einer auffälligen dauerhaften Lichtinstallation illuminiert - dem "Lichtpoort" (Lichttor). Hierfür wurden 60 monumentale Schleusentore aus dem Jahre 1932 restauriert und anschließend mit einer reflektierenden Oberfläche ausgestattet, die das Licht von Autoscheinwerfern zurückwirft. Wenn keine Autos mit Licht fahren, bleiben auch die Schleusentore dunkel. So wird kein Strom verbraucht.

Im Rahmen der 100-Jahr-Feiern zur Verabschiedung des Zuiderzee-Gesetzes wird am 22. März 2018 das Informationszentrums Aflsuitdijk Wadden Center auf dem Abschlussdeich eröffnet. In diesem markanten Gebäude, das sich wie eine Schaumkrone auf dem Deich erhebt, werden die Geschichten der niederländischen Deltatechnologie, vom UNESCO-Welterbe-Wattenmeer und des weltweit einzigartigen neuen Fischmigrationsflusses erzählt.

Der Fischmigrationsfluss ist ein ökologisches Projekt, das die Besonderheiten der Zugfische wie Aal, Meerforelle, Meerneunauge, Stint und Lachs berücksichtigt. Diese benötigen in ihrem Lebenszyklus sowohl Salzwasser als auch Süßwasser zum Überleben. Da aufgrund des geschlossenenen Abschlussdeiches die Zugfische nicht mehr ungehindert zwischen dem salzigen Wattenmeer und dem süßen Ijsselmeer hin und her wechseln können, zum Beispiel zu ihren Laichgebieten im Süßwasser, nimmt die Fischpopulation in der Region ständig ab. Die Lösung dieses Problems ist ein gut vier Kilometer langer, unbegradigter Wasserweg, der 24 Stunden am Tag durch eine „Lücke“ des Abschlussdeiches fließt. Die Länge von vier Kilometern wurde so berechnet, dass die Fische sich langsam an den Übergang von Salz- zu Süßwasser (und umgekehrt) gewöhnen können. Bei Ebbe strömt das Süßwasser vom Ijsselmeer ins Wattenmeer, bei Flut geschieht das Entgegengesetzte. So wird die ökologische Verbindung zwischen den beiden Gewässern wiederhergestellt. Bei starken Stürmen kann das System abgeriegelt werden. Ab März 2018 können sich Interessierte in dem neuen Besucherzentrum über den Migrationsfluss informieren, im Jahr 2022 soll das gesamte Projekt fertiggestellt sein.

Ort & Kontakt

Afsluitdijk Wadden Center
Sluisweg 1A
NL-8751 TR Kornwederzand
Fon +31 58-293 5820
Email info(at)deafsluitdijk.nl
de.theafsluitdijk.com

Öffnungszeiten

Mi und Sa, 10.00 - 17.00 Uhr (Mai bis Oktober)

Mi und Sa, 10.00 -17.00 Uhr, So 13.00 - 17.00 Uhr (Juli und August)

Mi 10.00 - 17.00 Uhr (November bis April)

Eintritt & Tickets

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