womos.info empfiehlt: Maasholm / Schlei
Hier gibt es die besten Fischbrötchen ...
womos.info empfiehlt: Cuxhaven
Mit Blick auf die Elbmündung ...
womos.info empfiehlt: Langballigau
Historische Wanderung an der Flensburger Förde ...
womos.info empfiehlt: La Plage de Beauduc
Sehenswerter Strandabschnitt in Südfrankreich (leider keine Womos mehr erlaubt) ...
womos.info empfiehlt: Großenbrode
Stellplatz Reise - netter Platz, verkehrsgünstig gelegen ...
womos.info empfiehlt: Tankumsee / Gifhorn
Schöner Campingplatz am See mit vielen Freizeitmöglichkeiten ...

Naturerlebnisse im Tessin - Ausflüge und Aktivitäten von Radfahren über Wandern bis Klettern

Die vielfältigen Naturerlebnisse im Tessin laden ein, die Landschaft zu entdecken. Sie finden Tipps für Ausflüge und Aktivitäten von Radfahren über Wandern bis Klettern - je nachdem wie sportlich Sie sind oder es sein wollen. Hinter dem Gotthard beginnt der Süden Europas. Mit jedem Kilometer Richtung Süden wird es wärmer. Die Berge werden etwas grüner, die alpinen Nadelwälder werden weniger, und mediterrane Palmen bestimmen nun häufiger das Landschaftsbild. Nicht verwunderlich ist es, dass es Naturliebhaber*innen hinauszieht zu einem Spaziergang am Seeufer, auf alpine Höhenwege oder auf Kunst- und Kulturwanderwege - 4366 Kilometer Wanderwege stehen dafür im Tessin zur Verfügung.

Naturerlebnisse im Tessin - Ausflüge, Radfahren, Klettern, WandernAussicht auf Fiore di pietra vom Gipfel des Monte Generoso. (Foto: Ticino Turismo / swiss-image.ch / Loreta Daulte)

Locarno :: Seilbahn von Orselina

Mit der Bergbahn auf Locarnos Hausberg Cardada

Die ultramoderne Seilbahn von Orselina bringt die Passagiere in nur fünf Minuten auf 1340 Meter. Gebaut wurde die Kabinenbahn Orselina-Cardada im Jahr 2000 nach Plänen des Tessiner Stararchitekten Mario Botta. Schon während der Bergfahrt ist das Panorama aus der Glaskabine ein Erlebnis. Von Cardada aus führt eine Sesselbahn nach Cimetta (1670 Meter). Oben angekommen bietet der Hausberg von Locarno gleichzeitig eine Aussicht auf den tiefsten Punkt der Schweiz, den Lago Maggiore, und mit der Dufourspitze auch auf die höchste Erhebung des Landes. Neben der Bergbahn von Mario Botta war die landschaftsarchitektonische Neugestaltung durch Paolo Bürgi Teil der Neupositionierung, die im Jahr 2020 ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Weitere Projekte wie ein Spielspazierweg, ein Aussichtssteg, eine geologische Beobachtungsstation, ein MTB-Trail, Paragliding, ein Reflexzonenpfad sowie verschiedene Restaurants machen Cardada heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Tessins.

Monte Cardada - Hausberg von LocarnoAusflugtipp Monte Cardada bei Locarno (Foto: Ticino Turismo)

Fahrplan, Preise, Informationen

Capolago :: Monte Generoso

Auf den Monte Generoso mit der Zahnradbahn

Der Monte Generoso ist einer der beliebtesten Aussichtsberge des Tessins. Von 1704 Metern Höhe ist ein atemberaubender Blick auf die Seenlandschaft, die Stadt Lugano, die Po-Ebene und die Berge vom Apennin bis zum Gotthardmassiv sowie der Berninagruppe möglich. Mit der Zahnradbahn geht es von Capolago am Luganersee aus auf den Gipfel. An der letzten Haltestelle steht das Wahrzeichen des Monte Generoso, der „Fiore di pietra“ (übersetzt: Steinblume), ein markantes Gebäude aus der Feder des Stararchitekten Mario Botta. Mehrere Wanderwege von leicht bis mittelschwer laden zum Wandern ein. 

Zahnradbahn auf den Monte GenerosoDie Zahnradbahn Monte Generoso (Foto: Ticino Turismo / Luca Crivelli)

Die Zahnradbahn bringt seit dem Jahr 1890 Gäste von Capolago auf den Gipfel. Die Strecke ist eine der ältesten im Land. In 40 Minuten legt die Zahnradbahn knapp zehn Kilometer zurück und klettert rund 1000 Meter in die Höhe. Die Eisenbahnen stammen aus der Zeit um 1950. Einige Male im Jahr fährt die älteste in der Schweiz betriebene Dampfeisenbahn (Baujahr 1890) auf den Monte Generoso. Hier ist eine Reservierung erforderlich. Die Auffahrt dauert rund 2,50 - 3,00 Stunden.

Fahrplan, Preise, Informationen

Cadenazzo :: Themenwanderweg Monte Ceneri

Themenwanderweg auf dem Monte Ceneri

Im Frühjahr eröffnete der Themenwanderweg "Via del Ceneri", der in der Magadino-Ebene am Bahnhof von Cadenazzo startet und hoch auf den Ceneri-Pass zur neuen Piazza Ticino führt. Der Monte Ceneri hat früher wie heute im Nord-Süd-Verkehr eine besondere Bedeutung. Ende 2020 ist hier die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels geplant, ein 15 Kilometer langer Eisenbahntunnel, der als südlicher Zubringer für den Gotthard-Basistunnel dient.

Auf dem historischen Weg waren im Laufe der Jahrhunderte Wanderer, Pilger, Armeen und Händler unterwegs, um die Alpen zu überqueren. Informationstafeln informieren entlang der Strecke über Geschichte und Kultur. Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zeugen vom einstigen Leben in der Region. Ansehen kann man sich u.a. eine restaurierte Mühle, ein Roccolo (ein gemauerter Turm für die Vogeljagd), ein Radio-Museum, Kirchen und Kapellen sowie das symbolische Totem auf der Piazza Ticino. Das Totem wurde aus dem für den Bau der Alptransittunnel am Gotthard und Ceneri gewonnenen Gestein hergestellt.

Mit einem Höhenunterschied von 420 Metern und einer Länge von knapp acht Kilometern ist die Wanderung leicht. Sie ist in rund 3 Stunden zu bewältigen. Bei der Piazza Ticino wurde eine Ausstellung eingerichtet, die mittels Lehrtafeln die Mobilitätgeschichte des Monte Ceneri im Laufe der Jahrhunderte erzählt.

GPX-Daten, Karten und weitere Informationen: La Via del Ceneri

Piotta :: Val Piora

Weg der Seen im Val Piora

Ein mittelschwerer Wanderweg ist der "Weg der Seen" im Pioratal, der als Rundtour mit 15,5 Kilometern angelegt ist und ca. 5,50 Stunden dauert. Es müssen 870 Höhenmeter beim An- und Abstieg zurückgelegt werden.

Vom Dorf Piotta aus geht es mit der Standseibahn hinauf zur Station von Piora, die seit 1921 auf dieser Strecke fährt. Die Ritom-Bahn überwindet 786 Höhenmeter mit einer Steigung von 87,8 Prozent. Das macht die Standseilbahn zu einer der steilsten der Welt.

Die Bergstation in 1794 Metern Höhe erreicht man in ca. 15 Minuten. Nach nur wenigen Minuten hat man bereits einen Blick auf den Ritom-Stausee, hinter dem sich eine einzigartige Seen- und Berglandschaft ausbreitet. Mit angenehmer Steigung geht es hinauf zum 2208 Meter hohen Pizzo Föisc und zur Selbstversorgerhütte Rifugio Föisc, wo eine Rast eingelegt werden kann. Der Wanderweg führt weiter zum Ritom-See, dem größten Tessiner Bergsee. Am westlichen Ufer entlang kommt man zur Abzweigung zum Lago di Tom, der für seinen weißen Sandstrand bekannt ist. Danach geht es zum Cadagnosee, dem dritten der Piora-Seen. Es wird das Landschaftsschutzgebiet der Alpe di Piora durchquert, eine der größten Almen im Tessin. Danach führt der Weg zurück zur Bergstation der Ritombahn, die die Wanderer zurück nach Piotta bringt.

GPX-Daten, Karten und weitere Informationen: Ticino.ch/hike2

Lago Ritom im PioratalBlick auf den Lago Ritom im Val Piora (Foto: Ticino Turismo / Remy Steinegger)

Faido :: Piumogna-Wasserfall

Der Piumogna-Wasserfall in Faido

In Faido lockt ein Tessiner Naturschauspiel von seltener Schönheit. Der Piumogna-Wasserfall erfrischt die Luft und zieht magisch an. Das natürliche Badebecken, in das sich die 43 Meter hohe Wasserkaskade von Piumogna ergießt, funkelt unter den Sonnenstrahlen in türkisblauen Farben. Der Ort ist ideal für ein Picknick am Fuße der Alpenwelt der Leventina und eignet sich auch für Familien. Das Bad im flachen Wasser ist erfrischend und gleich in der Nähe befindet sich ein Abenteuerspielplatz für die Kleinen. Der Wasserfall ist auf einer kurzen Wanderung über die Via Gerra in Faido erreichbar.

Cascata della Piumogna - Piumogna-Wasserfall in FaidoDer Piumogna-Wasserfall in Faido mit seinem türkisblauen Becken (Foto: Ticino Turismo)

Der Piumogna-Wasserfall ist zudem ein ganz besonderer Fotospot. Die Wasserkaskade und das türkisblaue Wasser im Becken ist ein starkes Motiv für jeden Fotografen.

Tipp: Lesen Sie auch die Geschichte "Picknick am Piumogna-Wasserfall" auf der Internetseite der Tessiner Tourismusagentur: ticino.ch/piumogna

Lugano :: MTB-Trail am Monte Tamaro

MTB-Trail am Monte Tamaro bei Lugano

Ganz neu ist die MTB-Strecke auf dem Monte Tamaro in der Region Lugano. Die 32 Kilometer lange, technisch anspruchsvolle Rundtour Tamaro Bike Nr. 362 bietet herrliche Ausblicke auf den Luganersee und den Lago Maggiore.

Streckenverlauf

Von Rivera geht es hoch mit der Seilbahn auf die Alpe Foppa, von wo aus der erste steile Anstieg auf unbefestigtem Weg startet. Über 330 Höhenmeter später lohnt ein Stopp in der Capanna Tamaro, wo die Bikefans mit einer 360-Grad-Panoramasicht auf die Tessiner Seen und Berge belohnt werden. Hier können die Batterien aufgeladen werden, bevor es auf die herausfordernden insgesamt ca. neun Kilometer langen Singletrail-Abfahrten geht. Sie führen hinunter in die Region Malcantone bis nach Bedano. Von dort geht es zurück nach Rivera, durch kleine Tessiner Dörfer bis zur Talstation der Bergbahn.

Beim Aufstieg sind auf der ca. Dreieinhalb-Stunden-Tour 756 Höhenmeter und im Abstieg 1811 Höhenmeter zu bewältigen.

MTB-Trail am Monte TamaroAnspruchsvoller MTB-Trail am Monte Tamaro (Foto: Ticino Turismo / Marco Toniolo)

Informationen und GPX-Daten

Morcote :: Parco Scherrer

Parco Scherrer in Morcote

Manche behaupten, Morcote am Luganersee wäre das schönste Dorf im Tessin. Die Lage im Windschatten des Arbostora-Hügels ist nicht nur großartig, sondern sie führt auch dazu, dass Morcote im Winter in den Genuss eines sehr milden Klimas kommt.

So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass in dem milden Klima eine der größten Attraktionen Morcotes der Parco Scherrer ist. Dieses besondere Park-Denkmal ist der wahr gewordene Traum von Herrmann Arthur Scherrer (1881 - 1956), der als Textilhändler viel in der Welt herumkam. Bei diesen Reisen entwickelte er eine besondere Liebe für die Kunst und Kultur des Orients, die sich auch in dem mediterranen Garten widerspiegelt.

Am Steilhang nördlich von Morcote kaufte Scherrer 1930 ein Grundstück, um einen Garten anzulegen. Was bis dahin ein Durcheinander aus Weinberg und Gestrüpp war, entwickelte sich unter Scherrers künstlerischer Anleitung zu einem subtropischen Park aus Zypressen, Zedern, Palmen und Bambushainen mit mehreren kleinen Gebäuden nach klassischen und fernöstlichen Vorbildern. Hiermit schuf er den passenden Rahmen für die vielen Kunstwerke und Plastiken, die Scherrer im Laufe der Jahre gesammelt hatte.

Seit dem Jahr 1965 ist das Grundstück im Besitz der Gemeinde Morcote, die sich verpflichtete, die Parkanlagen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Parco Scherrer in Morcote / TessinBlick in den Parco Scherrer in Morcote (Foto: Milo Carpi / Ticino Turismo)

Infos für Besucher*innen:

  • Wo: Parco Scherrer, Riva da Sant Antoni, CH-6922 Morcote
  • Wann: 10.00 - 17.00 Uhr (15. März bis 30. Juni und 1. September bis 31. Oktober) :: 10.00 - 18.00 Uhr (Juli und August)
  • Wieviel: Erwachsene 7,00 CHF, Kinder unter 16 Jahren 2,00 CHF, ermäßigt 6,00 Euro
  • Wer: Kontakt unter Fon +41 91 9662125

Tipp: Neben dem Parco Scherrer laden rund um den Luganersee und den Lago Maggiore mehrere Parks und Gartenanlagen zu einer botanischen Weltreise ein. Empfehlungen unter: ticino.ch/gaerten 

Morbio Inferiore :: Breggia Schlucht

Der Geopark in der Breggia Schlucht

Der Parco Gole della Breggia ist der erste Geo-Park der Schweiz. Die vom Fluss Breggia freigelegten Gesteinsschichten dokumentieren fast lückenlos einen Zeitbogen von weit über hundert Millionen Jahren. In die 1,5 Kilometer lange Schlucht im unteren Muggiotal führt ein Weg, auf dem sich zahlreiche Spuren der Ur-Meere finden, u.a. Felsschichten mit Fossilien, Reste von unterseeischen Lawinen und Vulkanausbrüchen. Dazwischen gibt es immer wieder türkisgrüne Gumpen, die zu Badepausen einladen.

Der Park kann auf einer historischen oder einer geologischen Route erkundet werden. An der Ghitello-Mühle (Morbio Inferiore) befinden sich eine Infostelle zum Geopark und Parkplätze, wenn Sie mit einem privaten Verkehrsmittel anreisen. Vom Bahnhof Balerna dauert der Fußweg rund 30 Minuten.

Geopark in der Breggia Schlucht - Parco delle Gole della BreggiaParco delle Gole della Breggia (Foto: Ticino Turismo)

Informationen zum Park: www.parcobreggia.ch

Tipp: Vergessen Sie nicht Ihre Kamera. Im Geopark sind Fotospots im Überfluss zu finden.

Lugano :: Monte San Salvatore

Auf den Monte San Salvatore mit der Standseilbahn

Der Monte San Salvatore ist der Hausberg von Lugano und wird auch schon mal der Tessiner Zuckerhut genannt. Der Legende nach soll Jesus auf seinem Weg in den Himmel auf dem Gipfel einen Zwischenhalt eingelegt haben, um einen letzten Blick auf den schönsten Flecken Erde zu werfen. So erklären die Einheimischen die Herkunft des Namens Monte San Salvatore, was auf Deutsch übersetzt "Berg des Heiligen Erretters" bedeutet. Vom Hausberg Luganos, der 912 Meter hoch ist, geniesst man bei schönem Wetter ein wunderschönes 360-Grad-Panorama von den Berner und Walliser Alpen bis zur Po-Ebene, während einem die Stadt Lugano und der Luganer See zu Füssen liegen. Neben dem herrlichen Panorama lohnen zudem unzählige Wanderwege, ein Naturpfad, ein Museum, die Kirche der Erzbruderschaft sowie ein Klettersteig für geübte Bergwanderer den Besuch auf dem Monte San Salvatore. 

Auf den Gipfel von Luganos Hausberg geht es mit der Funicolare Monte San Salvatore. Die Standseilbahn bringt Ausflügler*innen seit 130 Jahren auf den Monte San Salvatore. Die Auffahrt im  Panoramawagen dauert 12 Minuten. 

Fahrplan, Preise, Informationen