womos.info empfiehlt: Maasholm / Schlei
Hier gibt es die besten Fischbrötchen ...
womos.info empfiehlt: Cuxhaven
Mit Blick auf die Elbmündung ...
womos.info empfiehlt: Langballigau
Historische Wanderung an der Flensburger Förde ...
womos.info empfiehlt: La Plage de Beauduc
Sehenswerter Strandabschnitt in Südfrankreich (leider keine Womos mehr erlaubt) ...
womos.info empfiehlt: Großenbrode
Stellplatz Reise - netter Platz, verkehrsgünstig gelegen ...
womos.info empfiehlt: Tankumsee / Gifhorn
Schöner Campingplatz am See mit vielen Freizeitmöglichkeiten ...

Tipps für Kulturerlebnisse im Tessin - Attraktionen und Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte

Kulturerlebnisse im Tessin - Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte, hier das LACKunst und Natur - das LAC mit Blick auf den Luganersee und den Monte San Salvatore. (Foto: Ticino Turismo Byline / swiss-image.ch / Studio Pagi)Neben den vielfältigen Naturerlebnissen können Besucher*innen facettenreiche Kulturerlebnisse im Tessin entdecken. Sie finden hier Tipps für Attraktionen und Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte. Mit 70 Museen aus den unterschiedlichsten Bereichen ist das Tessin für Kulturliebhaber*innen besonders attraktiv. Das Hermann Hesse Museum in Montagnola oder das spektakuläre LAC (Lugano Arte e Cultura) in Lugano sind nur zwei Museen, in denen man die Kulturschätze des Kantons Tessin kennenlernen kann. Dazu kommt ein architektonisches Erbe in Hülle und Fülle, von hübschen Kirchen in malerischen Dörfern bis hin zu einem urbanen Mix aus historisch bedeutsamen und modernen Gebäuden in den Städten.

Ascona :: Monte Verità

Zu den Kraftorten des Monte Verità in Ascona

Der Monte Verità ist ein Ort von außerordentlicher kultureller Bedeutung. Auf dem Hügel oberhalb von Ascona gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Gruppe von Künstlern, Philosophen, Schriftstellern und Denkern eine Kolonie. An kaum einem anderen Ort im 20. Jahrhundert kamen so viele alternative Persönlichkeiten zusammen, um eine neue Lebensphilosophie zu leben. Diese beruhte auf der Rückkehr zur Natur, der Befreiung von allen Fesseln, vegetarischer Ernährung, Bewegung in der freien Natur, dem Sonnenbad, dem Nudismus und der Theosophie.

Heute befindet sich auf dem Monte Verità ein hochmodernes Kongress- und Kulturzentrum, umgeben von einem 7 Hektar großen Park. Die Parkanlagen des Monte Verità sind ganzjährig geöffnet und können besichtigt werden. In einem Museumskomplex erhalten Besucher:innen außerdem einen Einblick in die Geschichte der Kolonie und erfahren mehr über die Menschen, die diesen Ort bewohnten. Das Museum in der Casa Anatta beherbergt eine historische Ausstellung. In der 1904 von den ersten Siedlern erbaute „Licht-Lüft-Hütte“ Casa Selma kann man einen Film über die Geschichte des Monte Verità sehen. Im Russenhaus (Casa dei russi), dessen Name an die zahlreichen russischen Studenten am Monte Verità erinnert, sind Wechselausstellungen zu sehen. Der Elisarion-Pavillon beherbergt das Werk "Il Chiaro Mondo dei Beati" (1920 - 1939) von Elisàr von Kupffer.

Monte VeritàKongress- und Kulturzentrum auf dem Monte Verità (Foto: Ticino Turismo / Foto Luca Crivelli)

Angeboten werden auch Führungen u.a. zu folgenden Themen "Japanische Teekultur und Teezeremonie", "Monte Verità: Experimente in Kunst und Leben", "Museum Casa Anatta" oder "Wanderung zu Orten der Kraft". Bei der "Wanderung zu Orten der Kraft" lernen die Teilnehmer:innen Kraftorte am Monte Verità kennen. Kraftorte sind bereits seit alten Zeiten bekannte, natürliche oder von Menschen geschaffene Orte mit sehr hoher, kosmischer und erdverbundener Energie. Das Tessin besitzt einige davon, etwa den Monte Verità. Vom Monte Verità geht es zum „Tal der Stille“, einer faszinierenden Naturkathedrale, bis zur Spitze des Felsens „Balladrum“ mit seinen keltischen Wurzeln und weiter zur „Madonna della Fontana“, Quelle und beliebter Wallfahrtsort.

Infos für Besucher:innen:

  • Casa Anatta: 1. April - 1. November, Mi - Sa 14.00 - 18.00 Uhr, So und Feiertage 10.00 - 13.00 und 14.00 - 18.00 Uhr :: Eintritt Normal CHF 12,00 :: Kombi-Ticket Casa Anatta und Padiglione Elisarion CHF 15,00
  • Casa Selma: April bis Oktober, 9.00 - 19.00 Uhr :: freier Eintritt
  • Casa dei russi: geöffnet zu den temporären Ausstellungen
  • Padiglione Elisario: 1. April - 1. November, Sa 14.00 - 16.00 Uhr, So und Feiertage 10.00 - 13.00 und 14.00 - 18.00 Uhr :: Eintritt Normal CHF 5,00

Mehr Informationen auf der Homepage: www.monteverita.org

Gotthardpass :: Museum Sasso San Gottardo

Museum Sasso San Gottardo

Der Gotthardpass ist seit jeher eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in der Schweiz. Im Zweiten Weltkrieg entstand in den Tiefen des Bergs die Gotthardfestung aus kilometerlangen Stollen und riesigen Hohlräumen, die bis 2001 als geheime Militäranlage in Betrieb waren. Elf Jahre später öffnete der unterirdische Komplex als Museum Sasso San Gottardo seine Tore und machte seine Geheimnisse erstmals für Besucher:innen öffentlich.

Hauptthemen der Ausstellung sind die Historie der Gotthardfestung und die Mobilität am Gotthard. Multimediale Ausstellungen informieren über Verkehr und Energie sowie den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Metro del Sasso bringt Besucher:innen in den historischen Teil der Gotthardfestung, der Teil des legendären Schweizer Reduits war. Ein Seitenstollen führt zu einer Aussichtsplattform, von der man einen Ausblick auf die Berge der Region bekommt.

In einem weiteren Ausstellungsbereich ist eine tonnenschwere Kristallgruppe mit einer Ausdehnung von 3x3 Meter zu sehen. Der größte Einzelkristall ist ca. 1 Meter hoch. Gefunden wurden die Kristalle im Jahr 2008 am Planggenstock. Der Jahrhundertfund wird in einem spannenden Film dokumentiert. Sehenswert ist auch die "Bildmaschine Gotthard - Das Reduit" von Tullio Zanovello. Hierbei handelt es sich um ein gigantisches Kunstwerk, das fast 1,5 Tonnen schwer ist und aus 12 Motoren und über 30 Lichtern besteht.

Das Museum Sasso San Gottardo ist von Juni bis Oktober geöffnet.

Museum Sasso San GotthardoBlick in die Gotthardfestung (Foto: Ticino Turismo)

Montagnola :: Museum Hermann Hesse

Museum Hermann Hesse Montagnola bei Lugano

Der Name des bekannten deutschen Schriftstellers Hermann Hesse ist eng verbunden mit dem Tessin. In Montagnola bei Lugano lebte der Nobelpreisträger von 1946 fast 43 Jahre lang. Bedeutende literarische Werke wie "Klingsors letzter Sommer" (1919), "Siddhartha" (1922) , "Narziss und Goldmund" (1930), "Die Morgenlandfahrt" (1932) oder "Das Glasperlenspiel" (1943) verfasste Hesse u.a. in der Casa Camuzzi, die malerisch im Dorfkern von Montagnola liegt und in der Hesse einige Jahre lebte. Im Torre Camuzzi - dem Turm des kleinen Schlosses - ist seit 1997 das Museum Hermann Hesse untergebracht.

Angeboten werden wechselnde Ausstellungen, Konzerte und Lesungen für alle, die in die Welt von Hermann Hesse eintauchen möchten. In der Ausstellung werden außerdem persönliche Gegenstände, Fotos, Bücher und Aquarelle präsentiert. Thematische Schwerpunkte sind zum Beispiel Hesses Beziehung zu Indien oder die Entstehung des Romans "Das Glasperlenspiel". Wer gerne wandert, kann sich in der Gemeinde Collina d'Oro auf einen Spaziergang begeben und an 11 Stationen Lieblingsplätze sowie bedeutende Orte von Hermann Hesse kennenlernen. Die Wanderung kann in Eigenregie, auf einer Führung oder mit Audioguide vorgenommen werden.

Museum Hermann Hesse MontagnolaMuseum Hermann Hesse (Foto: Ticino Turismo / Luca Crivelli)

Burgen von Bellinzona

UNESCO Weltkulturerbe - Die drei Burgen von Bellinzona

Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro - die drei Burgen von Bellinzona - gehören zu den bedeutendsten Zeugen mittelalterlicher Befestigungsbaukunst im Alpenraum. Die Burgen wurden von Mailänder Herzögen mit dem Ziel errichtet, die Schweizer Eidgenossen vom Vormarsch in Richtung Süden abzuhalten. Im Jahr 2000 wurden die Burgen von Bellinzona zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Sie sind zudem Etappenziel und Fotospot der GRAND TOUR of Switzerland.

Ein zirka fünf Kilometer langer, gut ausgeschildeter Rundweg durch Bellinzona lädt zu einer Zeitreise ein und bietet eine ideale Möglichkeit, die drei mittelalterlichen Burgen sowie die Altstadt und die Wehrmauer "Murato" der Kantonshauptstadt Bellinzona zu erkunden. Informationen zum Rundweg

Castelgrande

Der Zutritt zur Burg führt über die Salita Castelgrande. Von der Piazzetta Della Valle fährt außerdem ein Lift auf den Burghügel. Markante Besonderheiten der Burg sind der 27 Meter hohe Torre Bianca, von dem aus ein 360-Grad-Panoramablick über Bellinzona möglich ist, sowie der 28 Meter hohe Torre Nera, in dem ein Escape Room spannende Abwechslung bietet (Informationen und Anmeldung zum Escape Room - www.blockati.ch). Auf dem Sinnesweg können barfuß verschiedene natürliche Untergründe der Region erkundet werden. Das ganzjährig geöffnete Museum erstreckt sich über zwei Etagen und bietet eine historisch-archäologische Abteilung sowie einen historisch-künstlerischen Bereich. Für das leibliche Wohl vor Ort sorgen das Ristorante Castelgrande und das Grotto San Michele (www.castelgrande.ch)

Castello di Montebello

Das Castello di Montebello liegt rund 90 Meter über der Stadt auf dem Hügel Montebello. Von hier aus kann man auf das Castelgrande hinunterblicken. Zu den historischen Mauern und Gebäudeteilen gelangen die Besucher*innen über den Aufstieg Salita al castello di Montebello. Für die Auffahrt mit dem Auto lautet die Adresse Via Artore 4. Bequem erreichen lässt sich die Burg auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem kleinen Touristenzug Artú, der in der Altstadt von Bellinzona startet.

Im Ausstellungsbereich "Archeologia Montebello" erfahren Kulturinteressierte mehr über die Geschichte der mittelalterlichen Burg und die Restaurierungsarbeiten. Zudem gibt es Informationen über die wichtigsten Etappen der Menschheitsgeschichte anhand von Beispielen archäologischer Funde aus der Region. Kulinarisch interessierte Besucher*innen können sich in den Kellergewölben der Burg über die Herstellung von Salami, der Salame dei Castelli di Bellinzona, informieren. 

Castello di Montebello in BellinzonaBlick auf Castello di Montebello (Foto: Ticino Turismo)

Castello di Sasso Corbaro

Das Castello di Sasso Corbaro liegt auf einem Felsvorsprung in einer Höhe von 230 Metern über Bellinzona mit einem außergewöhnlichen Panoramablick bis hin zum Pizzo di Claro im Norden sowie zum Lago Maggiore im Süden. Der Grundriss der Burg ist auf einige wenige geometrische Grundformen beschränkt. Der viereckige Innenhof ist von hohen Mauern umgeben, außerdem gibt es einen massiven Hauptturm und einen Beobachtungsturm. Das Erbauungsjahr der Burg wird mit 1479 angegeben. Von 2004 bis 2006 wurde das Castello di Sasso Corbaro unter der Leitung der Architektin Paola Piffaretti restauriert. In den Räumlichkeiten werden heute Messen, Ausstellungen, Seminare und Empfänge abgehalten. Im Innenhof wird in der Osteria Sasso Corbaro erlesene Kulinarik serviert. Um die Burg herum wurde ein Netz aus Wanderwegen angelegt.

Vom Castello di Montebello ist ein Aufstieg zum Castello di Sasso Corbaro zu Fuß möglich. Die Auffahrt mit dem Auto erfolgt über die Via Sasso Corbaro. Auch mit dem Touristenzug Artú oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich das Castello di Sasso Corbaro bequem erreichen.

Camorino :: Fortini della fame

Auf dem Lehrpfad zu den "Fortini della fame" von Camorino

Oberhalb von Camorino stehen fünf zylinderförmige Türme (Ai Scarsitt, Ai Munt, Ala Pélera, Al Sass del Camosc und Al Pian di Bur), die sogenannten "Fortini della fame", auf Deutsch Hungertürme genannt. Der Besuch dieser historischen Gebäude ist ein spannender Schritt zurück in die Vergangenheit, in eine für das Tessin schwierige und turbulente Epoche. Sie sind der Rest einer nie benötigten Festungsanlage, die ab dem Jahr 1853 errichtet wurde, um die Alpenpässe gegen Angriffe aus dem Süden zu verteidigen. "Fortini della fame" heissen sie, weil im Tessin damals viele Menschen Hunger litten. Ihr Bau gilt als eines der grössten Arbeitsbeschaffungsprogramme der italienischen Schweiz und sorgte damals in bedeutendem Umfang für die Beschäftigung von ca. 500 Tessinern.

Lehrpfad Fortini della fame von CamorinoFortini della Fame in Camorino (Foto: Ticino Turismo)

Heute gelten die charakteristischen Bauten als Ausflugsziel mit einem wunderschönen Ausblick auf die Magadinoebene bis hin zum Lago Maggiore. Ein fünf Kilometer langer Lehrpfad, ausgestattet mit Wegweisern und Informationstafeln führt durch die Weinberge und Wälder oberhalb von Camorino und eignet sich für all jene, die inmitten herrlicher Natur ein paar Stunden der Ruhe und Entspannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart verbringen möchten. Die zweistündige Wanderung kann beliebig verlängert werden, beispielsweise indem man bereits beim Bahnhof von Giubiasco zu einem Rundweg startet.

GPX-Daten, Karten und weitere Informationen: ticino.ch/hike104