womos.info empfiehlt: Maasholm / Schlei
Hier gibt es die besten Fischbrötchen ...
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Mit Blick auf die Elbmündung ...
womos.info empfiehlt: Langballigau
Historische Wanderung an der Flensburger Förde ...
womos.info empfiehlt: La Plage de Beauduc
Sehenswerter Strandabschnitt in Südfrankreich (leider keine Womos mehr erlaubt) ...
womos.info empfiehlt: Großenbrode
Stellplatz Reise - netter Platz, verkehrsgünstig gelegen ...
womos.info empfiehlt: Tankumsee / Gifhorn
Schöner Campingplatz am See mit vielen Freizeitmöglichkeiten ...

Tipps für Kulturerlebnisse im Tessin - Attraktionen und Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte

Kulturerlebnisse im Tessin - Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte, hier das LACKunst und Natur - das LAC mit Blick auf den Luganersee und den Monte San Salvatore. (Foto: Ticino Turismo Byline / swiss-image.ch / Studio Pagi)Neben den vielfältigen Naturerlebnissen können Besucher*innen facettenreiche Kulturerlebnisse im Tessin entdecken. Sie finden hier Tipps für Attraktionen und Sehenswürdigkeiten aus Kunst, Architektur und Geschichte. Mit 70 Museen aus den unterschiedlichsten Bereichen ist das Tessin für Kulturliebhaber*innen besonders attraktiv. Das Hermann Hesse Museum in Montagnola oder das spektakuläre LAC (Lugano Arte e Cultura) in Lugano sind nur zwei Museen, in denen man die Kulturschätze des Kantons Tessin kennenlernen kann. Dazu kommt ein architektonisches Erbe in Hülle und Fülle, von hübschen Kirchen in malerischen Dörfern bis hin zu einem urbanen Mix aus historisch bedeutsamen und modernen Gebäuden in den Städten.

Burgen von Bellinzona

UNESCO Weltkulturerbe - Die drei Burgen von Bellinzona

Castelgrande, Castello di Montebello und Castello di Sasso Corbaro - die drei Burgen von Bellinzona - gehören zu den bedeutendsten Zeugen mittelalterlicher Befestigungsbaukunst im Alpenraum. Die Burgen wurden von Mailänder Herzögen mit dem Ziel errichtet, die Schweizer Eidgenossen vom Vormarsch in Richtung Süden abzuhalten. Im Jahr 2000 wurden die Burgen von Bellinzona zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Sie sind zudem Etappenziel und Fotospot der GRAND TOUR of Switzerland.

Ein zirka fünf Kilometer langer, gut ausgeschildeter Rundweg durch Bellinzona lädt zu einer Zeitreise ein und bietet eine ideale Möglichkeit, die drei mittelalterlichen Burgen sowie die Altstadt und die Wehrmauer "Murato" der Kantonshauptstadt Bellinzona zu erkunden. Informationen zum Rundweg

Castelgrande

Der Zutritt zur Burg führt über die Salita Castelgrande. Von der Piazzetta Della Valle fährt außerdem ein Lift auf den Burghügel. Markante Besonderheiten der Burg sind der 27 Meter hohe Torre Bianca, von dem aus ein 360-Grad-Panoramablick über Bellinzona möglich ist, sowie der 28 Meter hohe Torre Nera, in dem ein Escape Room spannende Abwechslung bietet (Informationen und Anmeldung zum Escape Room - www.blockati.ch). Auf dem Sinnesweg können barfuß verschiedene natürliche Untergründe der Region erkundet werden. Das ganzjährig geöffnete Museum erstreckt sich über zwei Etagen und bietet eine historisch-archäologische Abteilung sowie einen historisch-künstlerischen Bereich. Für das leibliche Wohl vor Ort sorgen das Ristorante Castelgrande und das Grotto San Michele (www.castelgrande.ch)

Castello di Montebello

Das Castello di Montebello liegt rund 90 Meter über der Stadt auf dem Hügel Montebello. Von hier aus kann man auf das Castelgrande hinunterblicken. Zu den historischen Mauern und Gebäudeteilen gelangen die Besucher*innen über den Aufstieg Salita al castello di Montebello. Für die Auffahrt mit dem Auto lautet die Adresse Via Artore 4. Bequem erreichen lässt sich die Burg auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem kleinen Touristenzug Artú, der in der Altstadt von Bellinzona startet.

Im Ausstellungsbereich "Archeologia Montebello" erfahren Kulturinteressierte mehr über die Geschichte der mittelalterlichen Burg und die Restaurierungsarbeiten. Zudem gibt es Informationen über die wichtigsten Etappen der Menschheitsgeschichte anhand von Beispielen archäologischer Funde aus der Region. Kulinarisch interessierte Besucher*innen können sich in den Kellergewölben der Burg über die Herstellung von Salami, der Salame dei Castelli di Bellinzona, informieren. 

Castello di Montebello in BellinzonaBlick auf Castello di Montebello (Foto: Ticino Turismo)

Castello di Sasso Corbaro

Das Castello di Sasso Corbaro liegt auf einem Felsvorsprung in einer Höhe von 230 Metern über Bellinzona mit einem außergewöhnlichen Panoramablick bis hin zum Pizzo di Claro im Norden sowie zum Lago Maggiore im Süden. Der Grundriss der Burg ist auf einige wenige geometrische Grundformen beschränkt. Der viereckige Innenhof ist von hohen Mauern umgeben, außerdem gibt es einen massiven Hauptturm und einen Beobachtungsturm. Das Erbauungsjahr der Burg wird mit 1479 angegeben. Von 2004 bis 2006 wurde das Castello di Sasso Corbaro unter der Leitung der Architektin Paola Piffaretti restauriert. In den Räumlichkeiten werden heute Messen, Ausstellungen, Seminare und Empfänge abgehalten. Im Innenhof wird in der Osteria Sasso Corbaro erlesene Kulinarik serviert. Um die Burg herum wurde ein Netz aus Wanderwegen angelegt.

Vom Castello di Montebello ist ein Aufstieg zum Castello di Sasso Corbaro zu Fuß möglich. Die Auffahrt mit dem Auto erfolgt über die Via Sasso Corbaro. Auch mit dem Touristenzug Artú oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich das Castello di Sasso Corbaro bequem erreichen.

Camorino :: Fortini della fame

Auf dem Lehrpfad zu den "Fortini della fame" von Camorino

Oberhalb von Camorino stehen fünf zylinderförmige Türme (Ai Scarsitt, Ai Munt, Ala Pélera, Al Sass del Camosc und Al Pian di Bur), die sogenannten "Fortini della fame", auf Deutsch Hungertürme genannt. Der Besuch dieser historischen Gebäude ist ein spannender Schritt zurück in die Vergangenheit, in eine für das Tessin schwierige und turbulente Epoche. Sie sind der Rest einer nie benötigten Festungsanlage, die ab dem Jahr 1853 errichtet wurde, um die Alpenpässe gegen Angriffe aus dem Süden zu verteidigen. "Fortini della fame" heissen sie, weil im Tessin damals viele Menschen Hunger litten. Ihr Bau gilt als eines der grössten Arbeitsbeschaffungsprogramme der italienischen Schweiz und sorgte damals in bedeutendem Umfang für die Beschäftigung von ca. 500 Tessinern.

Lehrpfad Fortini della fame von CamorinoFortini della Fame in Camorino (Foto: Ticino Turismo)

Heute gelten die charakteristischen Bauten als Ausflugsziel mit einem wunderschönen Ausblick auf die Magadinoebene bis hin zum Lago Maggiore. Ein fünf Kilometer langer Lehrpfad, ausgestattet mit Wegweisern und Informationstafeln führt durch die Weinberge und Wälder oberhalb von Camorino und eignet sich für all jene, die inmitten herrlicher Natur ein paar Stunden der Ruhe und Entspannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart verbringen möchten. Die zweistündige Wanderung kann beliebig verlängert werden, beispielsweise indem man bereits beim Bahnhof von Giubiasco zu einem Rundweg startet.

GPX-Daten, Karten und weitere Informationen: ticino.ch/hike104